Ars Neurochirurgica

Retrosigmoidale Kraniotomie

Die retrosigmoidale Kraniotomie ist ein neurochirurgischer Standardzugang zum Kleinhirnbrückenwinkel. Über diesen Zugang erreicht man das Foramen magnum bis zum Tentorium. Der retrosigmoidale Zugang wird beispielsweise zur Entfernung von Akustikusneurinomen oder Behandlung einer Trigeminusneuralgie oder eines Hemispasmus facialis verwendet.

Lagerung für eine retrosigmoidale Kraniotomie

Die übliche Standardlagerung zur Durchführung einer retrosigmoidalen Kraniotomie ist die Parkbench Lagerung zur kontralateralen Seite.

Anatomische Landmarken für eine retrosigmale Kraniotomie

Das Asterion ist eine wichtige anatomische Landmarke zur Planung einer retrosigmoidalen Kraniotomie. Im Regelfall befindet sich unterhalb des Asterions der Übergang des Sinus transversus in den Sinus sigmoideus. Die Relation des Asterions zum Sinusübergang ist jedoch variable und sollte wenn möglich mit Hilfe einer Neuronavigation abgeglichen werden1.

Referenzen


  1. da Silva, Erasmo Barros, et al. "Image-guided surgical planning using anatomical landmarks in the retrosigmoid approach." Acta neurochirurgica 152.5 (2010): 905-910.