Ars Neurochirurgica

Arteria cerebelli inferior posterior (PICA)

Die PICA (Posterior inferior cerebellar artery) gehört neben der AICA und SCA zu den hauptversorgenden Gefäßen des Cerebellums. In etwa 5-8% der Fälle hat die PICA einen extraduralen Ursprung1. Eine weitere anatomische Variante ist die AICA-PICA, hierbei entspringt die PICA aus der Arteria basilaris an gleicher Stelle wie die AICA. Sie entspringt in der Regel direkt aus der Arteria vertebralis. Aneurysmen an der PICA stellen ca. 3% aller cerebralen Aneurysmen dar 2. Die PICA zeigt angiographisch eine craniale- und caudale Schleife sowie den Choroidal Point. Ein Verschluss der PICA proximal des Choroidal Points in der cranial Loop hat ein hohes Risiko um ein medulläres Syndrom auszulösen, da eine vielzahl von medullären Perforaten proximal vor diesem Punkt entspringen3.

Referenzen


  1. Posterior circulation. In: Greenberg M, ed. Handbook of Neurosurgery. 9th Edition. Thieme; 2019. doi:10.1055/b-006-161147 

  2. Vertebral artery aneurysms. In: Greenberg M, ed. Handbook of Neurosurgery. 9th Edition. Thieme; 2019. doi:10.1055/b-006-161147 

  3. Buch: Neurosurgical Knowledge Update - A comprehensive review. Robert E. Harbaugh et al. Thieme Verlag.