Ars Neurochirurgica

Ependymom

Ependymome sind meist langsam wachsende Tumoren des zentralen Nervensystems, die morphologisch Ähnlichkeiten mit dem in dem Ventrikelsystem und den Rückenmarkskanal auskleidenden Ependymzellen haben. Zwei Drittel der Ependymome sitzen infratentoriell am 4. Ventrikel, das übrige Drittel liegt supratentoriell und zumeist in der periventrikulären weißen Substanz. Obwohl sie bevorzugt im Kinder- und Jugendalter auftreten, können Ependymome in jedem Lebensalter vorkommen1. Im Gegensatz zu einem Medulloblastom, welches häufig vom Dach des 4. Ventrikels ausgeht, breitet sich ein Ependymom oft vom Boden des 4. Ventrikels aus. Bildgebend unterscheiden sich Ependymome von Medulloblastomen vor allem durch die häufige Kalzifikation, welche bei Medulloblastomen nur in weniger als 10% der Fällen vorkommt2. Ebenso zeigen sich Ependymome häufig inhomogen in der T1 Sequenz und die exophytische Komponente zeigen sich bei Ependymomen oft hyperintenser in der T2 Sequenz2.

Referenzen


  1. Lord H, Ironside J, Summers D, Gregor A, Erridge S, Myles L. Fourth ventricle ependymoma in father and son. Br J Neurosurg. 2008;22(3):423-425. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17952721

  2. Differential Diagnosis. In: Greenberg M, ed. Handbook of Neurosurgery. 9th Edition. Thieme; 2019. doi:10.1055/b-006-161147