Lumbaldrainage

Eine Lumbaldrainage dient der externen Liquorableitung, welche dem gleichen Prinzip wie einer externen Ventrikeldrainage folgt und zwar der Ableitung von überschüssigem Liquor. Bei einer Lumbaldrainage wird mittels einer Lumbalpunktion ein dünner, weicher Kunststoffkatheter in den Duralschlauch eingelegt und somit kann der Liquor nach extern drainiert werden. Die Einlage kann in Lokalanästhesie erfolgen und ein eingelegter Katheter kann je nach Indikation für mehrere Tage belassen werden.

Komplikationen

In einer retrospektiven Studie mit 312 Patienten zeigte sich das Risiko für eine bakterielle Meningitis bei einer Lumbaldrainage bei etwa 4,2%1.

Kontraindikationen

  • Sowohl oberflächliche als auch tiefe Entzündungen der Haut bzw. der Unterhaut, aber auch Entzündungen der Muskulatur im Bereich der Punktionsstelle stellen eine Kontraindikation für eine Lumbaldrainage dar.
  • Liquorunterdrucksyndrom.
  • Störungen in der Liquorzirkulation wie beispielsweise das Vorhandensein einer Aquäduktstenose.
  • Erhöhter Hirndruck mit Gefahr einer Herniation.

Lumbaldrainage

Schematische Darstellung einer Lumbaldrainage

Referenzen


  1. Coplin, William M., et al. "Bacterial meningitis associated with lumbar drains: a retrospective cohort study." Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry 67.4 (1999): 468-473.