Als Clivus bezeichnet man die nach dorsal abfallende knöcherne Struktur, welche die mittlere von der hinteren Schädelgrube trennt und einen zentralen Teil der Schädelbasis darstellt.
Anatomie
Der Clivus wird aus dem Clivus ossis occipitalis, der von der Pars basilaris des Os occipitale gebildet wird und dem Clivus ossis sphenoidalis, der Teil des Corpus des Os sphenoidale ist, gebildet. Auf dem Clivus vereinigen sich die beiden Vertebralarterien zur unpaaren Arteria basilaris[^1].
Der Clivus kann mikrochirurgisch in drei verschiedene Anteile eingeteilt werden[^2]:
Bezeichnung | Beschreibung |
Oberer Clivus | Der obere Clivus reicht vom superioren Anteil der Sella turcica bis zur Höhe des Dorello Kanals. |
Mittlerer Clivus | Inferiore Grenze der sphenoidalen Sella bis zur Höhe der Choanen. |
Unterer Clivus | Der untere Clivus wird auch als "Nasopharyngealer Clivus" bezeichnet und verläuft bis zum kraniozervikalen Übergang. |
Klinische Relevanz
Die Region des Clivus ist von großer klinischer Bedeutung, da typische Pathologien wie Chordome, metastatische Tumoren, Entzündungen und fibröse Dysplasien dort auftreten können. Zudem kann es bei einem Trauma zu Frakturen im Bereich des Clivus kommen.