Ars Neurochirurgica

Clivusfraktur

Clivusfrakturen haben auf Grund ihrer Nähe zum Hirnstamm und der Arteria basilaris eine hohe Mortalität​1​. Bei Clivusfrakturen unterscheidet man zwischen drei Kategorien, je nach Verlauf der Fraktur​1 2 3 :

Longitudinale Clivusfrakturen

Diese Frakturen haben ihren Frakturspalt longitudinal entlang des Clivus und haben ein hohes Risiko für eine Verletzung oder Verschluss der Arteria basilaris sowie posttraumatische Aneurysmenbildung.

Transversale Clivusfrakturen

Transversale Clivusfrakturen sind mit Störungen der anterioren Zirkulation assoziiert.

Schräge Clivusfrakturen

Clivusfrakturen sind häufig assoziiert mit einem Diabetes insipidus, Liquorleck, bitemporale Hemianopsie, Hirnnervendefizite vom 3. bis zum 6. Hirnnerv als auch posttraumatische Aneurysmen2​.

Referenzen


  1. Menkü A, Koç RK, Tucer B, Durak AC, Akdemir H. Clivus fractures: clinical presentations and courses. Neurosurgical Review. 2004;27(3):194-198. doi:10.1007/s10143-004-0320-2 

  2. Greenberg MS, Abel N, Agazzi S. Handbook of Neurosurgery. Georg Thieme Verlag; 2020. doi:10.1055/b-006-161147 

  3. Corradino G, Wolf AL, Mirvis S, Joslyn J. Fractures of the Clivus: Classification and Clinical Features. Neurosurgery. October 1990:592-596. doi:10.1227/00006123-199010000-00015