Ars Neurochirurgica

Hypophysenapoplex

Der Hypophysenapoplex ist eine akute Raumforderung im Bereich der Hypophyse im Rahmen einer Einblutung oder Nekrose, häufig in ein vorbestehendes Hypophysenadenom. In manchen Fällen kann eine Einblutung auch in eine normale Hypophyse oder in eine Rathke Zyste erfolgen.

Epidemiologie

In einer Fallserie mit 560 Hypophysentumoren zeigte sich eine Inzidenz von 17% für einen Hypophysenapoplex (Schwerer Apoplex in 7%, geringer Apoplex in 2% und asymptomatisch in 8%)1.

Klinische Symptome bei einem Hypophysenapoplex

Bei Patienten mit einem Hypophysenapoplex kommt es häufig zu plötzlich einsetzende Kopfschmerzen, visuelle Störungen, Bewusstseinsverlust und/oder endokrinologischen Defiziten2.

Behandlung eines Hypophysenapoplex

Beim Vorhandensein von neurologischen Defiziten ist eine chirurgische Dekompression indiziert.

Referenzen


  1. Wakai S, Fukushima T, Teramoto A, et al. Pituitary Apoplexy: Its Incidence and Clinical Significance. J Neurosurg. 1981;55:187-193. 

  2. Pituitary Tumors – General Information and Classification. In: Greenberg M, ed. Handbook of Neurosurgery. 9th Edition. New York: Thieme; 2019 

  3. Liu JK, Couldwell W. Pituitary apoplexy: Diagnosis and management. Contemp Neurosurg. 2003;25:1-5.