Als Abtropfmetastasen bezeichnet man Metastasen, welche sich durch die Schwerkraft bedingt nach kaudal ausbreiten. Es handelt sich hierbei um intradurale extramedulläre Raumforderungen von intrakraniellen Raumforderungen[^1].
Epidemiologie
Abtropfmetastasen kommen in 5-30% aller Kinder mit einem Gehirntumor vor, wobei das Medulloblastom die häufigste Ursache ist und für etwa die Hälfte aller Abtropfmetastasen bei Kinder ursächlich ist[^3]. Abtropfmetastasen kommen bei etwa 1% aller Patienten mit einem Glioblastom vor[^1].
Tumorentitäten
Abtropfmetastasen können von verschiedenen intrakraniellen Tumoren verursacht werden[^2]:
PNET
Lokalisation
Abtropfmetastasen kommen am häufigsten im Bereich der unteren thorakalen Wirbelsäule als auch lumbalen Wirbelsäule vor[^1].
Symptome
Abtropfmetastasen verursachen typischerweise Rückenschmerzen und können mit einer entsprechenden neurologischen Ausfallssymptomatik einhergehen.