Bei einem zerebralen Vasospasmus handelt es sich um eine pathologische Gefäßkontraktion, welche zu einer Minderperfusion im Gehirnparenchym führt. Vasospasmen können verschiedene Ursachen haben, in der Neurochirurgie sind sie aber insbesondere häufig als Komplikation im Verlauf einer Subarachnoidalblutung zu beobachten.
Epidemiologie
Ein zerebraler Vasospasmus ist eine häufige Komplikationen bei Patienten mit einer aneurysmatischen Subarachnoidalblutungen, mit einer Inzidenz von 50-90 % in dieser Patientenpopulation[^2].
Bildgebung
Der Goldstandard zur Visualisierung von Vasospasmen ist die digitale Subtraktionsangiographie.
Pathophysiologie
Zerebrale Vasospasmen entstehen durch eine Gefäßkontraktion der glatten Gefäßmuskulatur. Der exakte pathophysiologische Mechanismus ist nicht bekannt, man geht jedoch davon aus, dass das von der Subarachnoidalblutung freigesetzte Hämoglobin den Kaliziumeintritt in die Muskelzellen begünstigt und die Muskelkontraktion auslöst[^1].