Tuberculum sellae Meningeom

Bei Tuberculum sellae Meningeomen handelt es sich um Meningeome, welche vom Tuberculum sellae ausgehen.

Historisch

Die erste Beschreibung eines Tuberculum sella Meningioms erfolgte 1899 von Stewart J. in einem Autopsiebericht1.

Lokalisation

Per Definition ist der anteriore Rand des Sulcus chiasmatis (Limbus sphenoidale) die Grenze zwischen vorderer und mittlerer Schädelgrube. Daher liegen im Tuberculum sella Meningiome in der mittleren Schädelgrube. Planum sphenoidale- und Olfaktoriusmeningiome gehen dagegn von der vorderen Schädelgrube aus.

Klinik

Das häufigste Symptom bei einem symptomatischen Tuberculum sellae Meningeom ist ein progressiver schmerzfreier Visusverlust unilateral oder auch bilateral mit einer homonymen oder bitemporalen Hemianopsie. Patienten mit größeren Tuberculum sellae Meningeomem können auch endokrinologische Dysfunktionen erleiden, auf Grund einer Kompression der Hypophyse oder des Hypophysenstiels. Weniger häufige Symptome sind Kopfschmerzen oder epileptische Anfälle2.

Bildgebung

Der Goldstandard in der Bildgebung von Tuberculum sellae Meningeomen ist die MRI-Bildgebung.

Tuberculum sella Meningiom MRT
Sagittales T1 MRT Bild mit Kontrastmittel eines Tuberculum sella Meningioms.

Referenzen


  1. Stewart, J. "The symptomatology of tumors involving the hypophysis." Trans Assoc Am Physicians 14 (1899): 282-289. 

  2. Neurosurgery Case Review: Questions and Answers. Remi Nader, Abdulrahman J Sabbagh. 2020 Thieme Verlage. ISBN 9781626231986