Meningeosis carcinomatosa

Synonyme
Meningeal carcinomatosis

Unter der Meningeosis carcinomatosa versteht man eine Metastasierung im Bereich der Meningen.

Epidemiologie

Eine Meningeosis carcinomatosa kommt in ca. 5% aller Tumorpatienten vor und in bis zu 20% in Autopsiestudien1. Die Prävalenz ist hierbei bei soliden Tumoren häufiger als bei hämatologischen Neoplasien.

Symptome

Eine meningeosis carcinomatosa manifestiert sich typischerweise mit einer Cauda equina Symptomatik, kommunizierendem Hydrocephalus oder Hirnnervendefiziten2.

Differentialdiagnosen

Bei einer vermehrten Kontrastmittelanreicherung der Meningen sollten folgende Differentialdiagnosen evaluiert werden3:

  • Neurogen: Intrakranielle Hypotension oder erhöhter Liquordruck.
  • Entzündlich: Sarkoidose
  • Infektiös: Subakute und chronische Meningitis: Tuberkulose, fungale Infektion oder granulomatöse Zellinfiltration.
  • Vaskulär: Lokale Ischämie, Venenthrombose, Hypoxie, Subarachnoidalblutung
  • Traumatisch
  • Medikamentös induziert: Chemotherapeutika, Schwermetalle
  • Neoplastisch: Lokal infiltrierender Tumor, primär meningeales Gliom, Primitiver neuroektodermaler Tumor (PNET), isoliertes primär meningeales Melanom, Rhabdomyosarkom der Leptomeningen.
  • Anderes: Metabolische Störungen, Reaktion auf Hyperventilation, Ionisierende Strahlung

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