Ars Neurochirurgica

Cauda equina Syndrom

Ein Cauda equina Syndrom gilt als Notfall in der Neurochirurgie und ist eine Indikation zur schnellstmöglichen chirurgischen Versorgung um das Risiko bleibender Schäden zu minimieren. Beim Cauda equina Syndrom kommt es zur Komprimierung der Cauda equina, welche in den meisten Fällen durch einen Bandscheibenvorfall zustande kommt, jedoch auch andere Ursachen wie beispielsweise eine dekompensierte Spinalkanalstenose oder Abszess haben kann. Klinisch zeigen sich schlaffe Paresen der unteren Extremitäten im Bereich der betroffenen Nervenwurzeln. Entsprechend verteilt finden sich Sensibilitätsstörungen und Schmerzen in den versorgten Dermatomen. Zusätzlich können Defäkationsstörung und Miktionsstörung auftreten. Der Goldstandard zur Diagnostik ist eine MRI Bildgebung.

Cauda equina Kompression durch einen Bandscheibenvorfall MRI Abbildung
Sagittales und axiales T2 MRI Bild eines Patienten mit einem Cauda equina Syndrom auf Grund eines Bandscheibenvorfalls auf Höhe LWK4/5 mit folglicher Kompression der Cauda equina.