Ars Neurochirurgica

Spontane intrakranielle Hypotension (SIH)

Bei der spontanen intrakraniellen Hypotension (SIH) handelt es sich um einen zu geringen intrakraniellen Druck, welchem meist ein Liquorleck zu Grunde liegt.

Inzidenz

Die Inzidenz der spontanen intrakraniellen Hypotension wird auf etwa 5/100.000 geschätzt1.

Symptome einer spontanen intrakraniellen Hypotension.

Bei Patienten, welche an einer spontanen intrakraniellen Hypotension leiden kommt es zu lageabhängigen Kopfschmerzen, welche vor allem beim Aufstehen zunehmen. Die Kopfschmerzen treten im Regelfall nicht progredient auf sondern zeigen sich mit einem klaren Beginnzeitpunkt, von welchem an die Patienten darunter leiden.

Pathophysiologie

Die Lageabhängigkeit der Kopfschmerzen entsteht, da auf Grund dem niedrigen Liquorvolumen es zu einem Absacken des Gehirns kommt und folglich an einem Zug der Hirnnerven und der Dura, wobei die Dura der hinteren Schädelgrube besonders zugempfindlich ist2.

Referenzen


  1. Spontane intrakranielle Hypotension. Klinik, Diagnostik und Therapie. Spontaneous intracranial hypotension—presentation, diagnosis and treatment. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 480-7; DOI: 10.3238/arztebl.2020.0480 

  2. Schievink WI: Misdiagnosis of spontaneous intracranial hypotension. Arch Neurol 2003; 60: 1713–8