Der Begriff absolute Spinalkanalstenose bezeichnet eine ausgeprägte Einengung des Spinalkanals. Bei lumbaler Stenose sind Bildbefund und Beschwerden gemeinsam zu beurteilen. Einheitliche bildgebende Grenzwerte sind nicht allgemein anerkannt.[^1]
Ätiologie
Die Ursachen für eine absolute Spinalkanalstenose können vielseitig sein. Im höheren Alter kann es aufgrund von Degenerationen der Wirbelsäule zu einer Spinalkanalstenose kommen. Es können jedoch auch Abszesse, Tumore oder Einblutungen zu einer absoluten Spinalkanalstenose führen.
Bildgebung
Die MRT ist die bevorzugte nichtinvasive Untersuchung bei Verdacht auf eine lumbale Spinalkanalstenose. Neben der Einengung wird die Abgrenzbarkeit des Liquorraums beurteilt.[^1]
Einordnung der Therapie
In der SPORT-Studie zeigten Auswertungen nach tatsächlich erhaltener Behandlung Vorteile der Operation bei symptomatischer lumbaler Stenose. Häufige Wechsel zwischen den Behandlungsgruppen erschweren die Interpretation. Die randomisierte Auswertung nach ursprünglicher Gruppenzuteilung zeigte keinen signifikanten Unterschied für körperliche Funktion oder den Oswestry Disability Index.[^2]
Eine weitere randomisierte Studie fand nach zwei Jahren keinen signifikanten Funktionsunterschied zwischen Operation und Physiotherapie. Auch dort wechselten viele Patienten zur Operation.[^3]