Alagille Syndrom

Synonyme
AGS, Alagille-Watson-Syndrom, arteriohepatische Dysplasie
ICD-10
Q24.9
ICD-11
LB20.0Y

Das Alagille‑Syndrom (AGS) ist eine autosomal-dominant vererbte Multisystemerkrankung, die primär durch Mutationen im JAG1‑Gen und seltener auch im NOTCH2-Gen verursacht wird. Das Syndrom manifestiert sich hauptsächlich hepatologisch und kardiologisch, weist jedoch auch eine Reihe neuroanatomischer und neurochirurgisch relevanter Veränderungen auf.

Für Neurochirurgen ist das AGS besonders wegen seiner zerebrovaskulären und skelettalen Besonderheiten bedeutsam, die das Risikoprofil bei Eingriffen an Kopf und Wirbelsäule erheblich modifizieren können.

Epidemiologie

Die Prävalenz des Alagille-Syndroms liegt bei etwa 1:70.000[^1].

Pathophysiologie

Die Mutation im Notch‑Signalweg führt zu einer gestörten Organentwicklung. Neurochirurgisch relevant ist vor allem die Beteiligung von:

  • Zerebralen Gefäßen: Dysplasien, Stenosen und Aneurysmen[^2].

  • Schädelknochen und Wirbelsäule: Skelettanomalien

Neurochirurgisch relevante Manifestationen

Zerebrovaskuläre Anomalien

Patienten mit einem Alagille-Syndrom zeigen eine erhöhte Prävalenz an:

Schädel- und Wirbelsäulenanomalien

Betroffenen weisen häufig skelettale Veränderungen auf[^3], von denen einige neurochirurgisch relevant sind:

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Artikel erstellt am · Alaric Steinmetz

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