Ars Neurochirurgica

Ventrikulo-atrialer Shunt (VA-Shunt)

Bei einem Ventrikuloatrialen Shunt wird eine permanente Verbindung zwischen dem Liquorsystem und dem Herzvorhof hergestellt1 und dient der Sicherstellung der Liquorableitung beim Vorliegen eines Hydrocephalus. Bei der Operation wird der proximale Katheter in das Ventrikelsystem implantiert und der distale Anteil wird über die Vena jugularis interna bis in den rechten Vorhof des Herzens vorgeschoben. Diese Operation ist eine seltene Alternative zum Ventrikulo-peritonealen Shunt und wird meistens dann gewählt, wenn eine Implantation im Abdomen ungünstig ist.

In einer Studie bei Kindern konnte zeigen, dass VA-Shunts im Vergleich zu VP-Shunts signifikant weniger Infektionen haben. Die Patienten mit dem VP-Shunt zeigten jedoch insgesamt eine bessere Überlebensrate2.

Ventrikulo-atrialer Shunt
Schematische Darstellung eines VA-Shunts. Abbildung des VA-Shunts

Referenzen


  1. Pudenz RH. The Ventriculo-Atrial Shunt. Journal of Neurosurgery. November 1966:602-608. doi:10.3171/jns.1966.25.5.0602 

  2. Rymarczuk GN, Keating RF, Coughlin DJ, Felbaum D, Myseros JS, Oluigbo C, Yadav B, Sharma K, Magge SN. A Comparison of Ventriculoperitoneal and Ventriculoatrial Shunts in a Population of 544 Consecutive Pediatric Patients. Neurosurgery. 2020 Jul 1;87(1):80-85. doi: 10.1093/neuros/nyz387. Erratum in: Neurosurgery. 2020 Feb 1;86(2):315. PMID: 31586189.