Ars Neurochirurgica

Syringomyelie

Unter einer Syringomyelie versteht man eine flüssigkeitsgefüllte Höhle im Rückenmark, die insbesondere auf zervikaler und thorakaler Höhe, seltener auch im Lumbalbereich beobachtet wird. Syringomyelien stehen in bis zu 70% in Zusammenhang mit einer Arnold Chiari Typ I Malformation und in ca. 10% der Fälle mit einer basilären Invagination, können jedoch auch mit Tumore, posttraumatisch oder postinfektiös assoziiert sein1.

Die klinische Präsentation einer Syringomyelie kann äußerst variabel sein. Üblicherweise sind die Symptome über Monate oder Jahre progredient mit einer initial schnellen Verschlechterung, welche sich im Verlauf verlangsamt1. Die Symptomatik kann sich beispielsweise durch Schmerzen, Schwächegefühl, Atrophie und Verlust von Temperatur und Schmerzempfinden bemerkbar machen1.

Syringomyelie im MRI
Axiales und sagittales MRI eines Patienten mit einer Syringomyelie im Bereich des zervikalen Rückenmarks.

Referenzen


  1. Syringomyelia. In Greenberg M, ed. Handbook of Neurosurgery. 9th Edition. Thieme; 2019.