Die Septostomie ist ein neurochirurgischer Eingriff zur Eröffnung des Septum pellucidum im Ventrikelsystem, wodurch eine direkte Verbindung zwischen den beiden Seitenventrikeln geschaffen wird. Ziel des Verfahrens ist die Wiederherstellung oder Verbesserung des Liquorflusses innerhalb des Ventrikelsystems des Gehirns.
Indikation
Die Septostomie wird insbesondere bei Erkrankungen mit asymmetrischer Erweiterung der Seitenventrikel oder gestörtem intraventrikulärem Liquorfluss eingesetzt wie beispielsweise[^2]:
Tumor assoziierter Verschluss des Foramen monroi
Multizystischer Hydrocephalus
Zysten des Septum pellucidum
Membranöse oder entzündliche Prozesse die zu einem isolierten Seitenventrikelaufstau führen
Operationsverfahren
Endoskopisch
Die endoskopische Septostomie stellt heute den Goldstandard dar. Über ein frontales Bohrloch wird ein Neuroendoskop in den erweiterten Seitenventrikel eingebracht. Das Septum pellucidum wird in einem avaskulären Bereich zwischen Fornix und Septalvenen perforiert. Anschließend erfolgt die Erweiterung des Fensters mithilfe eines Ballonkatheters oder mikrochirurgischer Instrumente[^1] [^2].
Mikrochirurgisch
Historisch wurde die Septostomie auch mikrochirurgisch über transkortikale oder transcallosale Zugänge durchgeführt. Aufgrund der höheren Invasivität besitzt diese Technik heute nur noch eine untergeordnete Bedeutung.