Ars Neurochirurgica

Dissektion

Eine Dissektion in einem arteriellem Gefäß wird meist durch einen Einriss der Tunica intima mit nachfolgender Einblutung zwischen Intima und Media ausgelöst. Patienten mit einem signifikantem Traumamechanismus sollten mittels einer CT-Angiographie doer MR-Angiographie auf eine intrakranielle Gefäßdissektion gescreened werden. Goldstandard in der endgültigen Diagnose von intrakraniellen und extrakraniellen Gefäßdissektionen ist eine Angiographie. Angiographisch zeigt sich bei einer Dissektion häufig eine Verengung des Gefäßes, eine unregelmäßige Gefäßdarstellung, ein Flap der Tunica intima, ein Thrombus oder ein Doppellumen. Intrakranielle Gefäßdissektionen haben ein hohes Risiko für ein ischämischen Schlaganfall, da sich an der verletzten Gefäßwand leicht ein Thrombus bilden kann.

Dissektion der Arteria carotis interna

Dissektionen der Arteria carotis interna können durch ein Trauma ausgelöst werden. Pathognomisch für eine ICA Dissektion sind eine Miosis und Ptosis.

Klinische Präsentation einer spontanen ICA Dissektion Häufigkeit (%)1
Fokale zerebrale Ischämie 76%
Kopfschmerzen 59%
Okulosympathische Lähmung 30%
Strömungsgeräusch 25%
Amaurosis Fugax 10%
Synkope 4%

Referenzen


  1. Anson, John, and Robert M. Crowell. "Cervicocranial arterial dissection." Neurosurgery 29.1 (1991): 89-96.