Die Schizas-Klassifikation beschreibt die zentrale lumbale Spinalkanalstenose anhand axialer T2-gewichteter MRT-Aufnahmen. Sie unterscheidet die Grade A bis D. Grad A wird in A1 bis A4 unterteilt.[^1]
Klassifikation
Grad | Charakteristik | Stenosegrad |
A1 | Die Nervenwurzeln liegen dorsal und nehmen weniger als die Hälfte der Duralsackfläche ein. | Es besteht keine oder eine geringe Stenose. |
A2 | Die Nervenwurzeln liegen dorsal mit Kontakt zur Dura in einer hufeisenförmigen Konfiguration. | Es besteht keine oder eine geringe Stenose. |
A3 | Die Nervenwurzeln liegen dorsal und nehmen mehr als die Hälfte der Duralsackfläche ein. | Es besteht keine oder eine geringe Stenose. |
A4 | Die Nervenwurzeln liegen zentral und nehmen einen Großteil der Duralsackfläche ein. | Es besteht keine oder eine geringe Stenose. |
B | Die Nervenwurzeln nehmen die gesamte Fläche des Duralsacks ein. Es kann weiterhin Liquor zwischen den Nervenwurzeln abgegrenzt werden. | Es besteht eine moderate Stenose. |
C | Die einzelnen Nervenwurzeln können nicht mehr abgegrenzt werden. Der Duralsack zeigt sich mit einem homogenen grauen Signal ohne abgrenzbaren Liquor. | Es besteht eine schwere Stenose. |
D | Zusätzlich zu der fehlenden Abgrenzbarkeit der Nervenwurzeln und dem fehlenden Liquorsignal zeigt sich posterior auch kein abgrenzbares epidurales Fett. | Es besteht eine extreme Stenose. |
Abbildung
Klinische Einordnung
Die ursprüngliche Untersuchung zeigte keinen Zusammenhang zwischen dem morphologischen Grad und dem Oswestry Disability Index. Der Grad allein beschreibt daher nicht das Ausmaß der funktionellen Beeinträchtigung.[^1]