Ars Neurochirurgica

Stammganglienblutung

Unter einer Stammganglienblutung versteht man eine intrazerebrale Blutung im Bereich der Stammganglien. Dies ist ein typischer Ort für das Auftreten von intrazerebralen Blutungen, insbesondere solche die hypertensiv bedingt sind. In den meisten Fällen können diese Art von Blutungen konservativ ohne neurochirurgische Intervention behandelt werden. Grundsätzlich unterscheidet man bei Stammganglienblutungen zwischen Einblutungen mit und ohne Ventrikeleinbruch.

Stammganglienblutung ohne Ventrikeleinbruch

Als Stammganglienblutungen ohne Ventrikeleinbruch werden Blutungen bezeichnet wo sich die Einblutung auf das Gehirnparenchym im Bereich der Stammganglien beschränkt ohne Einbruch in das Ventrikelsystem.

Stammganglienblutung mit Ventrikeleinbruch

Kommt es bei der Einblutung in die Stammganglien zu einem Durchbruch in das Ventrikelsystem, so bezeichnet man diese Blutung als Stammganglienblutung mit Ventrikeleinbruch. Durch das Blut im Ventrikelsystem ist die Gefahr eines Hydrocephalus occlusus mit Notwendigkeit einer externen Ventrikeldrainage erhöht.

In einer Studie im Jahr 2006 konnte anhand von 116 Patienten gezeigt werden, dass das Vorliegen eines Ventrikeleinbruchs bei einer Stammganglienblutung kein Einfluss auf die Prognose des Langzeit Outcomes hat1.

CT Bild einer hypertensiven Stammganglienblutung
CT Bildgebung einer hypertensiven Stammganglienblutungen ohne Ventrikeleinbruch.

Referenzen


  1. Huttner, Hagen B., et al. "Influence of intraventricular hemorrhage and occlusive hydrocephalus on the long-term outcome of treated patients with basal ganglia hemorrhage: a case–control study." Journal of neurosurgery 105.3 (2006): 412-417.