Sinus occipitalis
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Synonyme: Occipital sinus
Der Sinus occipitalis ist ein stark variabel ausgebildeter intraduraler venöser Hirnleiter, der den Sinus marginalis mit dem Confluens sinuum verbindet.
Epidemiologie
In einer Kadaverstudie von 200 Patienten konnte in 64,5% der Fälle ein eindeutiger Sinus occipitalis identifiziert werden[^1].
Anatomie
Der Sinus occipitalis beginnt in mehreren kleinen Kanälchen am Rand des Foramen magnum und verläuft zwischen den Kleinhirnhemisphären, eingebettet in die Falx cerebelli. In einer Kadaverstudie mit 200 Präparaten konnten fünf verschiedene morphologische Varianten unterschieden werden[^1]:
Ein einzelner Sinus occipitals in der Mittellinie der hinteren Schädelgrube konnte in 38% der Fälle identifiziert werden. In 18% dieser Fällte teilte sich der Sinus occipitalis vor dem posterioren Rand des Foramen Magnum in zwei Blutleiter auf.
Ein doppelter Sinus occipitalis konnte in 22,% der Fälle beobachtet werden.
Ein einzelner linksseitiger Sinus occipitalis konnte in 4% der Fälle beobachtet werden.
Ein einzelner rechtsseitiger Sinus occipitalis konnte in 3% der Fälle beobachtet werden.
In 35,5% der Fälle konnte kein Sinus occipitalis identifiziert werden.
Klinische Relevanz
Ein chirurgischer Verschluss des Sinus occipitalis ist in der Regel ohne Konsequenz. Die chirurgische Eröffnung eines gut ausgeprägten Sinus occipitalis kann intraoperativ zu starken venösen Blutungen führen, sodass die präoperative Identifizierung eines Sinus occipitalis in der Bildgebung hilfreich für operative Eingriffe im Bereich der hinteren Schädelgrube sein kann.
Abbildung