Ars Neurochirurgica

Sakrumfraktur

Frakturen des Sakrum sind selten und werden üblicherweise durch Scherverletzungen ausgelöst und kommen bei etwa 17% der Patienten mit Beckenfrakturen vor1 und werden in 22-60% von neurologischen Defiziten begleitet1. Das Sakrum unterhalb von S2 ist nicht essentiell zum Gehen oder für die Unterstützung der Wirbelsäule, kann sich jedoch trotzdem als instabil erweisen, da es zu Krafteinwirkungen beim Liegen oder Sitzen kommt2. Die Klassifikation von Sakrumfrakturen kann je nach Verlauf der Fraktur erfolgen.

Behandlung von Sakrumfrakturen

Die Behandlung von Sakrumfrakturen erfolgt meist konservativ. In einer Fallserie von 35 Patienten wurde lediglich ein Patient mit kompletter Cauda equina Symptomatik operiert, wo es postoperativ zu keiner Besserung der Symptomen kam3.

Referenzen


  1. Gibbons, K. J., Soloniuk, D. S., & Razack, N. (1990). Neurological injury and patterns of sacral fractures. Journal of Neurosurgery, 72(6), 889–893. doi:10.3171/jns.1990.72.6.0889 

  2. Sacral fractures. In: Greenberg M, ed. Handbook of Neurosurgery. 9th Edition. Thieme; 2019. doi:10.1055/b-006-161147 

  3. Sabiston CP, Wing PC. Sacral fractures: classification and neurologic implications. J Trauma. 1986;26:1113-1115.