Ars Neurochirurgica

Duret Blutung

Unter einer Duret Blutung versteht man kleinere punktförmige Blutungen im Hirnstamm und im Pons in einer CT-Bildgebung, die sekundär meist im Rahmen eines Traumas entstehen. Initial wurden diese Hirnstammblutungen bei Hunden mit erhöhtem Hirndruck von Henri Duret nachgewiesen, welcher für die Namensgebung verantwortlich war1. Pathophysiologisch muss zwischen einer primären Hirnstammblutung und einer sekundären Einblutung, wie einer Duret Blutung unterschieden werden, welche am ehesten auf Grund einer transtentoriellen Herniation gegenüber dem Hirnstamm entsteht2. Duret Blutungen treten üblicherweise in der Mittellinie, paramedia und in den ventralen Regionen des Tegmentum, der oberen Pons und des Mesencephalons2. Sind solche Blutungen bereits im CT initial nach dem Trauma sichtbar gelten sie als prognostisch ungünstig für den weiteren Verlauf, einzelnen Fallberichten zufolgen sind auch selten funktionell gute Erholungen beschrieben worden2.

Duret Blutung im CT
CT mit Duret Blutung nach Schädelhirntrauma

Referenzen


  1. Alexander Jr, Eben, Jack Kushner, and Eric G. Six. "Brainstem hemorrhages and increased intracranial pressure: from duret to computed tomography." Surgical neurology 17.2 (1982): 107-110. 

  2. Gogia, Bhanu, and Anish Bhardwaj. "Duret Hemorrhages." Pubmed Link (2020).