Die Anderson-D’Alonzo-Klassifikation teilt Frakturen des Dens axis nach der Lage der Frakturlinie in die Typen I, II und III ein.[^1] Die Bezeichnung Typ IIA beschreibt eine später von Hadley ergänzte Untergruppe des Typs II.[^2]
Klassifikation
Typ | Frakturverlauf |
|---|---|
I | Die Frakturlinie verläuft durch die Densspitze oberhalb des Ligamentum transversum.[^1] |
II | Die Frakturlinie verläuft durch die Basis des Dens.[^1] |
IIA nach Hadley | An der Densbasis liegt eine Trümmerfraktur mit freien Frakturfragmenten vor.[^2] |
III | Die Fraktur reicht in den Wirbelkörper von C2.[^1] |
Interpretation
Eine Typ-I-Fraktur kann als Avulsionsfraktur der Densspitze im Bereich der Ligamenta alaria auftreten. Eine Fallbeschreibung dokumentiert eine begleitende atlantooccipitale und atlantoaxiale Dislokation. Daraus lässt sich keine Häufigkeit ableiten, die Stabilität darf jedoch nicht allein aus der Typbezeichnung abgeleitet werden.[^3]
Begleitverletzungen des Ligamentum transversum müssen bei der Beurteilung der oberen Halswirbelsäule berücksichtigt werden.[^4]