Anderson und D'Alonzo Klassifikation

Frakturen des Dens axis können nach der Klassifikation von Anderson und D'Alonzo klassifiziert 1 werden.

Typ Charakteristik Stabilität2
I Frakturlinie durch die Spitze des Dens, überhalb des Ligamentum transversum. Sehr selten. Instabil
II Frakturlinie verläuft durch die Basis des Dens. Häufigste Densfraktur. Normalerweise instabil
IIA Ähnlich wie Typ II mit aber mit einem abgespaltenen Frakturfragment an der anterioren oder posterioren Frakturseite3. Normalerweise instabil
III Frakturlinie verläuft durch den Dens und C2 Wirbelkörper. Normalerweise stabil

Abbildung

Klassifikation von Anderson und D'Alonzo
Abbildung der Klassifikation von Anderson und D'Alonzo adaptiert aus der orginalen Publikation.

Typ 2a Anderson D'Alonzo Fraktur
Schematische Darstellung einer Typ IIa Anderson D'Alonzo Dens Fraktur. Abbildung adaptiert von Hadley et al. 1988.

Interpretation

Typ I Frakturen nach Anderson und D'Alonzo sind sehr selten, wobei es hier zu einer Avulsion der Densspitze durch eine Zugkraft auf den Ligamenta alaria kommt2. In der initialen Publikation wurden Typ I Frakturen als stabil betrachtet, was heute kontrovers gesehen wird da Typ I Frakturen normalerweise nicht als isolierte Frakturen vorkommen und eine Manifestation einer atlanto-occipitalen Dislokation sein können4. Typ I Densfrakturen können auch ein Marker für eine mögliche Ruptur des Ligamentum transversum sein, was wiederrum zu einer atlanto-axialen Instabilität führen kann5.

Referenzen