Ars Neurochirurgica

Zerebrales Hyperperfusionssyndrom

Beim zerebralen Hyperperfusionssyndrom kommt es zu einer erhöhten zerebralen Durchblutung nach einer revaskularisierenden Operation, wie beispielsweise bei einer Carotisendarteriektomie, Bypass Operationen oder Stentimplantationen. Es wird postuliert, dass durch die chronisch verringerte Durchblutung die Autoregulation der Durchblutung gestört ist1. Klinisch macht sich ein Hyperperfusionssyndrom durch ipsilaterale Kopfschmerzen, epileptische Anfälle oder neurologischen Defiziten bemerkbar und kann bis zu einer intracerebralen Einblutung führen1.

In der Literatur wird das Risiko für ein cerebrales Hyperperfusion Syndrom mit etwa 2% nach Carotisendarteriektomie und etwa 1% nach Carotisstenting angegeben2.

Referenzen


  1. van Mook, Walther NKA, et al. "Cerebral hyperperfusion syndrome." The Lancet Neurology 4.12 (2005): 877-888. 

  2. Moulakakis, Konstantinos G., et al. "Hyperperfusion syndrome after carotid revascularization." Journal of vascular surgery 49.4 (2009): 1060-1068.