Liquorkissen

Bei einem Liquorkissen handelt es sich um eine subkutane Liquoransammlung, welche nach einer intrakraniellen Operation auftreten kann. Hierbei tritt der Liquor zwischen dem Kraniotomiespalt nach subkutan aus, wo es zu einer Ansammlung kommt.

Untersuchung

Ein Liquorkissen kann im Normalfall gut getastet werden und imponiert bei der Palpation durch den Liquor bedingt als sehr weich.

Prävention

Durch einen wasserdichten Verschluss der harten Hirnhaut als auch die Applikation von Fibrinkleber auf die Duranaht1 kann das auftreten von Liquorkissen signifikant vermindert werden. Ebenso wird in der Literatur das Durchführen einer Galea-Cranium Naht2 oder auch Arachnoideanaht3 als effektive Möglichkeit zur Reduktion eines Liquorkissens beschrieben. Kommt es zu einem Liquoraustritt aus der Wunde, ist eine operative Sanierung zu diskutieren.

Bildgebung

Ein Liquorkissen kann durch die klinische Untersuchung diagnostiziert werden als auch in einer CT oder MRI Bildgebung dargestellt werden.

Liquorkissen MRI
Darstellung eines postoperativ aufgetretenen Liquorkissen in einer axialen T2 MRI Sequenz.

Liquorkissen MRI
Darstellung eines ausgeprägten Liquorkissen auf der linken Seite in einer axialen T2 MRI Sequenz nach einem operativen Eingriff.

Referenzen