Ars Neurochirurgica

Liquorkissen

Bei einem Liquorkissen handelt es sich um eine subkutane Liquoransammlung, welche nach einer intrakraniellen Operation auftreten kann. Hierbei tritt der Liquor zwischen dem Kraniotomiespalt nach subkutan aus, wo es zu einer Ansammlung kommt. Ein Liquorkissen kann im Normalfall gut getastet werden und imponiert bei der Palpation als sehr weich. Durch einen wasserdichten Verschluss der Dura als auch die Applikation von Fibrinkleber auf die Duranaht1 kann das auftreten von Liquorkissen signifikant vermindern. Ebenso wird in der Literatur das Durchführen einer Galea-Cranium Naht2 oder auch Arachnoideanaht3 als effektive Möglichkeit zur Reduktion eines Liquorkissens beschrieben.

Postoperatives Liquorkissen
Postoperatives Liquorkissen auf der linken Seite in einem axialen MRI Bild.

Referenzen


  1. YOSHIMOTO, Tetsuyuki, et al. "Effectiveness of fibrin glue for preventing postoperative extradural fluid leakage." Neurologia medico-chirurgica 37.12 (1997): 886-890. 

  2. KATO, Tsutomu, Yutaka SAWAMURA, and Hiroshi ABE. "Galea-Cranium Suture Method for Prevention of the Subcutaneous Fluid Collection—Technical Note—." Neurologia medico-chirurgica 39.5 (1999): 384-386. 

  3. Yoshimoto, Tetsuyuki, et al. "Arachnoid membrane closure: prevention of postoperative cerebrospinal fluid leakage." Surgical neurology 52.1 (1999): 68-72.