Das Foster-Kennedy-Syndrom ist ein seltenes neurologisch-ophthalmologisches Syndrom, das durch eine Raumforderung im Bereich der vorderen Schädelgrube (Fossa cranii anterior) verursacht wird. Es ist durch eine charakteristische klinische Trias gekennzeichnet.
Klinik
Das Syndrom manifestiert sich klassischerweise durch folgende klinische Triade:[^1]
Ipsilaterale Anosmie: Verlust des Geruchssinns auf der Seite der Läsion durch Kompression des Nervus olfactorius.
Ipsilaterale Optikusatrophie: Führt zu einem zentralen Skotom (Gesichtsfeldausfall) infolge des direkten Drucks des Tumors auf den ipsilateralen Nervus opticus.
Kontralaterale Stauungspapille: Ein Ödem der Sehnervenkopfes auf der gegenüberliegenden Seite, verursacht durch den allgemein gesteigerten intrakraniellen Druck.
Gelegentlich kommt es zusätzlich zu einer ipsilateralen Proptosis auf Grund einer orbitalen Beteiligung des ursächlichen Tumors[^1].
Ursache
Die häufigste Ursache für ein Foster-Kennedy-Syndrom sind langsam wachsende Tumoren der vorderen Schädelgrube. Dazu zählen insbesondere Meningeome (z.B. Olfaktorius-Rinnen-Meningeom oder Keilbeinflügelmeningeom).
Die Pathologie liegt meist im Bereich des Nervus olfactorius oder des medialen Anteils des Os sphenoidale.
Therapie
Die Therapie ist kausal und besteht in der Regel in der neurochirurgischen Resektion des verursachenden Tumors.