Barricaid

Barricaid ist ein knochenverankertes Implantat zum Verschluss großer Defekte des Anulus fibrosus nach lumbaler Diskektomie. Das System soll verhindern, dass verbliebenes Bandscheibengewebe durch den operationsbedingt bestehenden Anulusdefekt erneut in den Spinalkanal austritt[^1]. Es handelt sich nicht um einen Bandscheibenersatz.

Wirkmechanismus

Das Implantat besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen:

  • einem flexiblen Polymeranteil zur Abdeckung der Innenseite des Anulusdefekts

  • einem Titananker zur Fixierung im angrenzenden Wirbelkörper

Der Anker wird nach Entfernung des Bandscheibensequesters in den Wirbelkörper eingebracht. Die Polymermembran liegt intradiskal am Defekt und wirkt als mechanische Barriere. Ziel ist die Reduktion symptomatischer Rezidivhernien und erneuter Eingriffe, ohne eine extensive Nukleotomie durchführen zu müssen.

Bildgebung

Barricaid Implantat
Barricaid Implantat im sagittalen CT der LWS.
Barricaid Implantat Röntgen
Barricaid Implantat im lateralen Röntgen.

Redaktionelle Transparenz

Autorschaft & Bearbeitung

Wer diesen Artikel erstellt und aktualisiert hat und welche Änderungen dokumentiert sind.

Artikel erstellt von:
Zuletzt bearbeitet von:
am
Bearbeitungshistorie:
6 Bearbeitungen · 1 Mitwirkender
Autorenliste:
Bearbeitungshistorie anzeigen 6 Einträge

6 Bearbeitungen von 1 Autor

Bearbeitung · Alaric Steinmetz · (+2 −1)
  • Bild hinzugefügt: barricaid_roentgen_lateral.png
Bearbeitung · Alaric Steinmetz ·

Keine inhaltliche Änderung erfasst

Bearbeitung · Alaric Steinmetz · (+1 −2)

Keine inhaltliche Änderung erfasst

Bearbeitung · Alaric Steinmetz · (+1 −1)

Keine inhaltliche Änderung erfasst

Bearbeitung · Alaric Steinmetz · (+54 −2)
  • Text ergänzt: “Wirkmechanismus”
  • Text ergänzt: “Das Implantat besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen:”
  • Text ergänzt: “Der Anker wird nach Entfernung des Bandscheibensequesters in den Wirbelkörper eingebracht. Die Polymermembran liegt intradiskal am Defekt und wirkt als mechanische Barriere. Ziel ist die Reduktion symptomatischer Rezidivhernien und erneuter Eingriffe, ohne eine extensive Nukleotomie durchführen zu müssen.”

Artikel erstellt am · Alaric Steinmetz

Bildansicht

Abbildung

Original öffnen