Ars Neurochirurgica

Area pretectalis

Die Area prectalis liegt auf Höhe der Commissura posterior unmittelbar rostral der Colliculi superiores. Die Area pretectalis lässt sich in einige Zellgruppen, den sogenannten Nuclei pretectales unterteilen, welche Verbindungen zum visuellen System haben. Die Kerne finden in der Literatur unterschiedliche Bezeichnungen, eine gängige Einteilung erfolgt in ein Nucleus tractus opticis, Nucleus pretectales anterior, Nucleus pretectales olvaris und einen Nucleus pretectales posterior.

Afferenzen

Die wichtigsten Afferenzen zur Area pretectalis stammen von der Retina und enden hauptsächlich kontralateral im Nucleus tractus optici und Nucleus pretectalis olivaris. Weitere Afferenzen an die prätektalen Kerne kommen von bestimmten visuell assoziierten Hirnrindenarealen, vom ventralen Corpus geniculatum laterale und vom Colliculus superior1.

Efferenzen

Die Efferezen der Area pretectalis verlaufen teils reziprok zu den Afferenzen. Insbesondere stark ausgeprägt sind die Efferenzen zum Corpus geniculatum laterale, Colliculus superior, Nucleus interstitialis Cajal, zu den Augenmuskelkernen einschließlich des Edinger-Westphal Kerns und zur Olive1.

Funktionelle Bedeutung

Die Area pretectalis spielt eine wichtige Rolle als Schaltstelle für die Bahn des Lichtreflexes der Pupille. Vor allem der Nucleus pretectalis olivaris projiziert bilateral auf spezifische Anteile des parasympathischen Okulomotoriuskerns, wobei die gekreuzten Fasern durch die Comissura posterior ziehen1.

Referenzen


  1. Benninghoff A. Herz-Kreislauf-System, Lymphatisches System, Endokrines System, Nervensystem, Sinnesorgane, Haut Bd. 2. Elsevier, Urban&FischerVerlag; 2004