Ars Neurochirurgica

Trendelenburg Zeichen

Als Trendelenburg-Zeichen bezeichnet man das Abkippen des Beckens zur gesunden Seite beim Stehen auf dem erkrankten Bein im Einbeinstand. Auslösend für das Trendelenburg-Zeichen ist eine Schwäche des Musculus gluteus medius und des Musculus gluteus minimus. Diese Muskeln setzen am Becken an und ziehen zum Trochanter major des Oberschenkelknochens. Hierdurch halten sie das Becken beim Stand auf dem gleichseitigen Bein waagerecht. Bei einer Schwäche dieser Muskulatur kommt es zu einem Absinken des Beckens zur Gegenseite, dem Trendelenburg-Zeichen.

Eine Nervenwurzelkompression der L5 Wurzel kann zu einem positiven Trendelenburg Zeichen führen. Das Trendelenburg Zeichen hilft in der Neurochirurgie zwischen einer Nervenwurzelkompression oder einer peripheren Nervenläsion zu unterscheiden.