Stauungspapille

Synonyme
Papillenödem
ICD-10
H47.1

Als Stauungspapille bzw. Papillenödem bezeichnet man ein Ödem an der Papilla nervi optici, der Einmündung des Sehnervs in die Netzhaut. Die Stauungspapille macht sich ophthalmoskopisch durch eine Anschwellung des Sehnervenkopfes bemerkbar. Eine Stauungspapille, welche durch einen erhöhten intrakraniellen Druck entsteht, benötigt im Regelfall 24-48 Stunden bevor diese sichtbar wird. In seltenen Fällen kann eine Stauungspapille auch bereits 6 Stunden nach ICP Erhöhung gesehen werden1. Eine Stauungspapille verursacht im Regelfall kein verschwommenes Sehen oder Beeinträchtigung des Gesichtsfeld, dies kommt nur bei sehr ausgeprägten Fällen über einen längeren Zeitraum vor2.

Bilaterale Stauungspapille

Eine bilaterale Stauungspapille kann durch einen erhöhten intrakraniellen Druck zustande kommen.

Unilaterale Stauungspapille

Eine unilaterale Stauungspapille kann beispielsweise durch eine Kompression zustande kommen, welche durch einen orbitalen Tumor hervorgerufen wird. Des Weiteren kann dies bei demyelinisierenden Erkrankungen oder lokalen Entzündungen vorkommen3.

Diagnostik

Die Diagnose einer Stauungspapille kann mittels Spiegelung des Augenhintergrundes (Ophthalmoskopie) erfolgen.

Stauungspapille
Abbildung einer Stauungsspapille (Papillenödem). Abbildung adaptiert von commons.wikimedia.org unter der CC BY 3.0 Lizenz.

Referenzen



    1. Papilledema. In: Greenberg M, ed. Handbook of Neurosurgery. 9th Edition. Thieme; 2019. ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩

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