Sinusvenenthrombose

Als Sinusvenenthrombose bezeichnet man das Auftreten einer Thrombose in einem Hirnsinus.

Epidemiologie

In Erwachsenen kommen Sinusvenenthrombosen mit einer Häufigkeit von etwa 3-4 pro 1 Million Erwachsene vor1, bei Kindern beträgt die Häufigkeit etwa 7 pro 1 Million1. Bei Erwachsenen sind etwa 75% der betroffenen Patienten Frauen1.

Symptome

Das häufigste und unspezifistische Symptom einer Sinusvenenthrombose sind Kopfschmerzen, welche bei ca. 90% der Patienten auftreten 2 1. Die Kopfschmerzen entwickeln sich normalerweise progredient über mehrere Tage, können jedoch in etwa 10% der Fälle als Donnerschlagkopfschmerzen auftreten3.

Lokalisierung

Verteilung Sinusvenenthrombose.
Häufigkeit der verschiedenen Lokalisationen von Sinusvenenthrombosen. Abbildung adaptiert von Stam et al. 2005

Therapie

Die Therapie erfolgt konservativ mittels Antikoagulation2. In der Akutphase kann in auserwählten Fällen auch eine Thrombolyse bzw. endovaskuläre Behandlung diskutiert werden1.

Komplikationen

Durch den venösen Rückstau, welcher durch die Thrombose verursacht wird kann es zu einer Venenruptur kommen, welche zu einer intrazerbralen Einblutung führt. Eine solche intrazerebrale Blutung wird als Kongestionsblutung bezeichnet wird.

Bildgebung

Sinusvenenthrombosen können je nach Ausprägung des Thrombos in einer CT, MRI Bildgebung als auch einer digitalen Subtraktionsangiographie visualisiert werden.

Sinusvenenthrombose im MRI
Sinusvenenthrombose im linken Sinus transversus in einer T1 MRI Sequenz mit Kontrastmittel.

Referenzen