Ars Neurochirurgica

Pneumocephalus

Als Pneumocephalus wird das Vorhandensein von Gasen, im Regelfall Luft, innerhalb des Neurocraniums bezeichnet. Dies kann beispielsweise nach einer intrakraniellen Operation, bei einem offenen Schädel Hirn Trauma, als auch intrakraniellem Infekt auftreten.

Ein ausgeprägtes Pneumocephalus kann sich in der CT-Bildgebung als sogenanntes Mount Fuji Zeichen darstellen.

Mount Fuji Zeichen
Ausgeprägter Pneumocephalus in einer CT Bildgebung im Sinne eines Mount Fuji Zeichen.

Behandlung des postoperativen Pneumocephalus

Ein ausgeprägter oder symptomatischer postoperativer Pneumocephalus kann mit einer Erhöhung des FiO2 behandelt werden. Die Erhöhung des FiO2 führt zu einer erhöhten Resorption der intrakraniellen Luft1. Eine Applikation von 100% FiO2 kann für 24-48 Stunden ohne schwerwiegende pulmonale Toxizität toleriert werden2. Ein Spannungspneumocephalus kann schwerwiegende Symptome verursachen und sollte mit einer ähnlichen Dringlichkeit wie eine intrakranielle Blutung evakuiert werden3.

Referenzen


  1. Gore PA, Maan H, Chang S, et al. Normobaric oxygen therapy strategies in the treatment of postcraniotomy pneumocephalus. J Neurosurg. 2008;108:926-929. 

  2. Klein, Jan. "Normobaric pulmonary oxygen toxicity." Anesthesia & Analgesia 70.2 (1990): 195-207. 

  3. Skull Fractures. In: Greenberg M, ed. Handbook of Neurosurgery. 9th Edition. New York: Thieme; 2019.