Die pedunkuläre Halluzinose ist ein seltenes neurologisches Syndrom, das durch meist lebhafte, komplexe visuelle Halluzinationen infolge von Läsionen im Bereich des Mittelhirns, der Hirnschenkel (Pedunculi cerebri), des dorsalen Thalamus oder der pontomesenzephalen Übergangsregion gekennzeichnet ist. Das Krankheitsbild wurde erstmals 1922 von Jean Lhermitte beschrieben[^2].
Ätiologie
Die pedunkuläre Halluzinose kommt hauptsächlich im Rahmen von vaskulären Läsionen im Bereich des Hirnstamms vor. Eine pedunkuläre Halluzinose kann auch preoperativ und postoperativ bei Patienten mit einer Tumorkompression im Bereich des Hirnstamms auftreten[^1].