Ars Neurochirurgica

Osteom

Osteome sind die häufigsten gutartigen Knochentumore der Schädelkalotte1. Osteome sind gutartige, langsam wachsende Raumforderungen, welche an der Schädelkalotte, Sinus als auch an der Mandibula vorkommen können. Osteome sind bei Frauen häufiger als bei Männern und kommen am häufigsten in den 6 Lebensjahrzehnt vor1.

Üblicherweise gehen Osteome von der Tabula externa aus und im Gegensatz zu Meningeomen bleibt die Diploë intakt und die Vaskularisierung ist nicht erhöht1.

Therapie bei Osteomen

Asymptomatische Osteome können Verlaufsbeobachtet werden. Eine chirugrische Entfernung kann aus kosmetischen Gründen oder auch bei Beschwerden im Rahmen einer Weichteilkompression in Erwägung gezogen werden.

Darstellung eines Osteom in einem MRI Bild des Schädels.
Darstellung eines kleinvolumigen Osteoms an der linken Schädelkalotte in einem MRI Bild.

Prognose

Bei einer inkompletten chirurgischen Entfernung wird die Rezidivrate in der Literatur mit bis zu 10 % angegeben2.

Referenzen


  1. Osteoma. In: Greenberg M, ed. Handbook of Neurosurgery. 9th Edition. Thieme; 2019. doi:10.1055/b-006-161147 

  2. Vishwakarma, Rajesh, et al. "Giant frontal osteoma: case report with review of literature." Indian Journal of Otolaryngology and Head & Neck Surgery 63.1 (2011): 122-126.