Ars Neurochirurgica

Lumbosakraler Übergangswirbel

Ein lumbosakralen Übergangswirbel (Lumbosacral transitional vertebra, LSTV) bezeichnet eine angeborene Variation am lumbosakralen Übergang der Wirbelsäule. Lumbosakrale Übergangsanomalien kommen mit einer Prävalenz von ca. 4-30% in der Bevölkerung vor1.

Unter einem lumbosakralen Übergangswirbel versteht man eine Sakralisation des 5. Lendenwirbels oder die Lumbalisation des 1. Sakralwirbels. Die Identifikation eines solchen Übergangwirbels hat eine hohe klinische Relevanz, da bei einer fehlenden Erkennung eines solches, das Risiko besteht Infiltrationen oder Operationen auf der falschen Höhe. Die Einteilung von lumbosakralen Übergangswirbel kann nach verschiedenen Klassifikationen erfolgen, wobei die häufigst verwendete Klassifikation jene nach Castellvi ist.

Referenzen


  1. Konin, G. P., and D. M. Walz. "Lumbosacral transitional vertebrae: classification, imaging findings, and clinical relevance." American Journal of Neuroradiology 31.10 (2010): 1778-1786.