Ars Neurochirurgica

Kernig Zeichen

Das Kernig Zeichen wurde erstmals 1884 von Vladimir Kernig, einem russischen Arzt beschrieben1. Das Kernig Zeichen wird in der neurologischen Untersuchung als Hinweis auf einen Nervendehnungsschmerz erhoben. Zur Überprüfung des Kernig Zeichens wird der Patient flach auf den Rücken gelagert und die Beine werden bei gestrecktem Knie im Hüftgelenk gebeugt. Beugt der Patient dabei aufgrund von Schmerzen das Knie, wird das Kernig Zeichen als positiv interpretiert. Der klinische Nutzen des Kernig und Brudzinski Zeichen werden in der Literatur kritisch diskutiert, da die Aussagekraft eines positiven Zeichens nur bedingt zwischen Patienten mit und ohne Meningitis differenzieren kann2.

Referenzen


  1. Brody IA, Wilkins RH. The Signs of Kernig and Brudzinski. Arch Neurol. 1969;21(2):215–216. doi:10.1001/archneur.1969.00480140115012 

  2. Karen E. Thomas, Rodrigo Hasbun, James Jekel, Vincent J. Quagliarello, The Diagnostic Accuracy of Kernig's Sign, Brudzinski's Sign, and Nuchal Rigidity in Adults with Suspected Meningitis, Clinical Infectious Diseases, Volume 35, Issue 1, 1 July 2002, Pages 46–52, https://doi.org/10.1086/340979