Grisel Syndrom

Das Grisel Syndrom bezeichnet eine Subluxation der Halswirbelsäule im Atlantoaxialgelenk aufgrund einer schmerzbedingten Schonhaltung auf der Grundlage einer Entzündung im Hals-Nasen-Rachen-Bereich.

Klinik

Ein Grisel Syndrom beinhaltet folgenden Symptomkomplex1:

  • Starke Nackenschmerzen
  • Schiefhaltung des Kopfes
  • Verschiebung des Atlas zur Seite mit Subluxation

Ursache

Das Grisel Syndrom kann posttraumatisch, im Rahmen von rheumatischen Erkrankungen, nach Weichteilentzündungen im Nasen-Rachen-Raum wie Mandelentzündung, aber auch nach Operationen wie Entfernung der Mandeln auftreten.

Bildgebung

Auf Grund der involvierten Weichteilstrukturen ist das MRI die Bildgebung der Wahl bei Verdacht auf ein Grisel Syndrom.

Referenzen


  1. Leiber: Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Herausgegeben von G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger, 7. Auflage. Urban & Schwarzenberg 1990