Ars Neurochirurgica

Developmental venous anomaly (DVA)

Unter einer developmental venous anomaly (DVA, früher auch als venöses Angiom bezeichnet) versteht man eine angeborene Gefäßpathologie. Sie stellen mit etwa 60% aller vaskulären Malformationen die häufigste Gefäßpathologie im Gehirn dar1. In Autopsiestudien konnte eine Inzidenz von bis zu 2,6% bei DVAs gezeigt werden2. DVAs werden in den meisten Fällen als Zufallsbefund gefunden und sind nur in den seltensten Fällen mit einer erhöhten Blutungsgefahr verbunden. DVAs besitzen eine niedrige Blutflussrate (Low-Flow) und einen geringen Druck und sind in der normalen venösen Blutdrainage im Gehirn involviert. In der Angiographie zeigen sich DVAs durch ein sogenanntes "Starburst" Muster. In Patienten, welche eine Einblutung einer DVA zeigen, sollte ebenso an ein Kavernom gedacht und gesucht werden, da eingeblutete DVAs häufig mit Kavernomen assoziiert sind2.

Referenzen


  1. Zimmer A, Hagen T, Ahlhelm F, Viera J, Reith W, Schulte-Altedorneburg G. Developmental Venous Anomaly (DVA). Radiologe. July 2007:868-874. doi:10.1007/s00117-007-1528-2 

  2. Buch: Neurosurgical Knowledge Update, a comprehensie Review. Robert Harbaugh et al. Thieme Verlag