Synkinesien

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Als Synkinese bezeichnet man eine Bewegungsstörung, bei der es zu einer unwillkürlichen Mitbewegung nicht an der beabsichtigten Bewegung beteiligter Muskeln beziehungsweise Muskelgruppen kommt.

Pathophysiologie

Die Entstehung von Synkinesien beruht überwiegend auf einer fehlerhaften Reinnervation nach Nervenschädigung. Nach axonaler Läsion kommt es während der Regeneration zu einem unspezifischen Aussprossen von Nervenfasern, sodass motorische Endorgane inkorrekt innerviert werden. Dies führt dazu, dass ein einzelner kortikaler Impuls mehrere Muskelgruppen gleichzeitig aktiviert.

Diagnostik

Die Diagnostik ist primär klinisch und basiert auf der Beobachtung charakteristischer Mitbewegungen bei gezielten Willküraktionen. Ergänzend kann auch eine Elektromyographie (EMG) Untersuchung zur Diagnostik durchgeführt werden[^1].