Die Subkutannaht ist eine chirurgische Nahttechnik zur Adaptation des subkutanen Gewebes nach einem operativen Eingriff. Sie dient der Reduktion von Toträumen, der Entlastung der Hautnaht sowie der mechanischen Stabilisierung der Wundränder. In der Regel wird die Subkutannaht als Zwischenschicht zwischen der Fasziennaht und dem Hautverschluss angelegt. Der definitive Hautverschluss erfolgt anschließend durch Hautnähte, intrakutane Nähte oder Hautklammern.
Relevanz
Eine sorgfältig angelegte Subkutannaht reduziert die Spannung auf den Hauträndern und verbessert die Gewebeadaptation. Dadurch wird das Risiko für Wundheilungsstörungen und sekundäre Liquorleckagen vermindert. Besonders bei Patienten mit Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, Adipositas, Malnutrition, vorangegangener Radiotherapie oder Langzeitsteroidtherapie kommt der schichtgerechten Wundadaptation eine hohe Bedeutung zu.