Ars Neurochirurgica

Morbus Pott

Als Morbus Pott wird eine extrapulmonale Form der Tuberkulose bezeichnet, welche die Wirbelsäule befällt und eine Spondylitis verursacht. Am häufigsten ist die tiefe thorkale als auch lumbale Wirbelsäule betroffen.

Epidemiologie

Eine tuberkulöse Osteomytelitis ist vor allem in Ländern der dritten Welt vertreten.

Bildgebung

Typischerweise sind in der Bildgebung mehrere Wirbelkörper betroffen mit einer Aussparung der posterioren Anteile. Zusätzlich können häufig auch Psoasabszesse mitbeobachtet werden1.

Klinische Präsentation

Patienten mit Morbus Pott entwickeln im Regelfall über mehrere Monate hinweg die klinischen Symptome. Neurologische Defizite kommen in 10-47% der Patienten vor2 wobei die Infektion nur selten bis in den Spinalkanal vordringt3. Epidurales Granulationsgewebe, Fibrosen und eine kyphotische Wirbelsäulendeformierung können jedoch zu einer Rückenmarkskompression führen2.

Referenzen


  1. Handbook of Neurosurgery. Greenberg M, ed. 9th Edition. Thieme; 2019. 

  2. Rothman RH, Simeone FA. The Spine. Philadelphia 1992 

  3. Kinnier WSA. In: Tuberculosis of the Skull and Spine. Neurology. London: Edward Arnold; 1940:575-583.