Als Inversion bezeichnet man das Heben der Innenseite des Fußes, also das Anheben des medialen Fußrandes, bei gleichzeitigem Senken der Außenseite. Es handelt sich um eine Kombinationsbewegung, die primär im unteren Sprunggelenk stattfindet.
Das Ausmaß der Inversion ist individuell variabel und hängt stark von der Stellung im oberen Sprunggelenk ab. In Neutralnullstellung beträgt der Bewegungsumfang der Inversion in etwa ca. 20° bis 30°.
Klinische Relevanz
Inversionstrauma: Das "Umknicken" über den äußeren Fußrand ist der häufigste Mechanismus für Distorsionen des Sprunggelenks. Dabei kommt es oft zu Dehnungen oder Rupturen der Außenbänder, insbesondere des Ligamentum talofibulare anterius.
Fehlstellungen: Ein dauerhaft in Inversionsstellung fixierter Fuß findet sich beispielsweise beim Klumpfuß (Pes equinovarus).
Paresen: Ein Ausfall der Peronealmuskulatur (Evertoren) führt zu einem Übergewicht der Invertoren, was ein Absinken des äußeren Fußrandes zur Folge haben kann.
Abbildung
Schematische Darstellung der Inversions- und Eversionsbewegung
Eversion und Inversion
Schematische Darstellung der Inversions- und Eversionsbewegung