Diffuse idiopathische Skeletthyperostose (DISH)

Bei einer diffusen idiopathischen Skeletthyperostose (DISH) handelt es sich um eine überschüssige Osteophytenbildung in der Wirbelsäule ohne degenerative, traumatische oder post-infektiöse Veränderungen.

Verteilung

In 97% der Fälle tritt eine solche diffuse idiopathische Skeletthyperostose im Bereich der thorakalen Wirbelsäule auf. In etwa 90% der Fälle lumbal und ca. 78% in der zervikalen Wirbelsäule. In ca. 70% der Fälle sind alle drei Segmente der Wirbelsäule gleichzeitig betroffen1.

Symptomatik

In den meisten Fällen ist eine DISH asymptomatisch, es kann jedoch bei ausgeprägten Fällen im zervikalen Bereich zu einem Globusgefühl oder auch Dysphagie, bedingt durch eine Kompression des Ösophagus, kommen.

Risikofaktoren

Als Risikofaktor zur Entwicklung einer diffusen idiopathischen Skeletthyperostose gelten ein erhöhter Body-Mass-Index, erhöhte Serum Harnsäurespiegel, Diabetes mellitus 2, als auch erhöhte Insulinspiegel oder Growth-Hormon Spiegel3.

Bildgebung

Eine diffuse idiopathische Skeletthyperostose lässt sich am besten in einer CT-Bildgebung darstellen.

DISH CT
Sagittales CT der Halswirbelsäule einer diffusen idiopathischen Skeletthyperostose (DISH).

Referenzen


  1. Diffuse idiopathic skeletal hyperostosis (DISH). In: Greenberg M, ed. Handbook of Neurosurgery. 9th Edition. Thieme; 2019. 

  2. Kiss C, Szilagyi M, Paksy A, et al. Risk factors for diffuse idiopathic skeletal hyperostosis: a case-control study. Rheumatology (Oxford). 2002;41:27-30. 

  3. Denko CW, Boja B, Moskowitz RW. Growth promoting peptides in osteoarthritis and diffuse idiopathic skeletal hyperostosis--insulin, insulin-like growth factor-I, growth hormone. J Rheumatol. 1994;21:1725-1730.