Das zerebrale Salzverlustsyndrom ist eine Elektrolytstörung, die nach einer zerebralen Schädigung, z.B. einem Schädel-Hirn-Trauma, einer Subarachnoidalblutung, einem neurochirurgischen Eingriff oder einem Schlaganfall auftreten kann. Es ist gekennzeichnet durch Hyponatriämie und Dehydratation (Hypovolämie, Exsikkose).
Pathophysiologie
Das Cerebral Salt Wasting Syndrom (CSW) führt zu einer Hyponatriämie auf Grund einer erhöhten Natriumausscheidung im Urin. Die Merkmale sind sehr ähnlich zum SIADH mit dem Hauptunterschied, dass beim CSW zusätzlich eine Hypovolämie besteht und im Gegensatz dazu beim SIADH eine Euvolämie oder Hypervolämie vorliegt[^1].