Cerebral Salt Wasting Syndrom

Zuletzt bearbeitet von Alaric Steinmetz am

Synonyme: CSW, Zerebrales Salzverlustsyndrom

ICD-10: E23.3

Das zerebrale Salzverlustsyndrom, kurz CSWS, ist eine Elektrolytstörung, die infolge einer zerebralen Schädigung auftreten kann. Sie ist durch die Kombination aus Hyponatriämie und Hypovolämie (Dehydratation, Exsikkose) gekennzeichnet.

Ätiologie

Ein CSWS tritt typischerweise im Rahmen einer akuten zerebralen Schädigung auf, unter anderem nach:

Pathophysiologie

Pathophysiologisch liegt dem CSWS eine gesteigerte renale Natriumausscheidung (Natriurese) zugrunde, die zur Hyponatriämie führt. Der begleitende renale Verlust von Natrium und Wasser bedingt eine Hypovolämie[^1].

Als Mechanismen werden diskutiert:

  • Vermehrte Freisetzung natriuretischer Peptide (v.a. BNP, ANP) mit konsekutiver Natriurese und Diurese

  • Eine gestörte sympathische Innervation der Niere mit verminderter Natriumreabsorption sowie reduzierter Renin- und Aldosteronsekretion