Ars Neurochirurgica

Bipolarer Koagulator

Der bipolarer Koagulator ist ein grundlegendes und unverzichtbares Instrument bei neurochirurgischen Eingriffen. Während die üblicherweise verwendeten Diathermie-Geräte mit unipolarer Strompinzette lediglich eine grobe Gewebskoagulation möglich machen, führt die bipolare Koagulation zu einer feinen umschriebenen Verschorfung, die auf den sehr kleinen Bereich zwischen den beiden Innenflächen der Pinzettenspitze beschränkt bleibt. Schon die von den Außenflächen der Pinzettenspitze berührten Gewebsschichten werden nicht mehr von der Koagulation betroffen. Dieses subtile Koagulationsverfahren ist unerläßlich für eine mikroneurochirurgische Präparation im Bereich feiner Gewebsschichten des Gehirns und Rückenmarkes. Der bipolare Koagulator besteht aus dem eigentlichen Stromgenerator, der sich stufenweise regulieren läßt, aus geraden bzw. bajonettförmig gebogenen Strompinzetten, aus einem dampfsterilisierbaren Koagulationskabel, einer Pedalschaltung und aus entsprechenden Netzanschlußkabeln. Die Strompinzetten, deren Branchen bis auf die Innenflächen der Spitzen gegeneinander isoliert sind, sind bipolar mit dem Koagulator verbunden. Die Koagulation erfolgt nur zwischen den Spitzen der Pinzetten branchen1.

Referenzen


  1. Hamer J., Dosch F.C. (1978) Neurochirurgische Instrumente. In: Neurochirurgische Operationen. Fachschwester Fachpfleger (Operative Medizin). Springer, Berlin, Heidelberg. DOI: 10.1007/978-3-642-66879-1_1