Ars Neurochirurgica

Siderphagen

In der Neurochirurgie spielen Siderophagen in der Liquordiagnostik bei Verdacht auf eine Subarachnoidalblutung eine diagnostische Rolle. Als Siderophagen bezeichnet man aktivierte, gewebeständige Makrophagen, die Hämosiderin aus zerfallenen oder phagozytierten Erythrozyten enthalten. Das vorhandensein von Siderophagen im Liquor ist ein zuverlässiges Zeichen für eine stattgehabte Blutung im Subarachnoidalraum1. Siderophagen lassen sich bei einer traumatischen oder aneurysmatischen Subarachnoidalblutung ab dem 4. Tag im Liquor nachweisen und sind bis zu 120 Tage insgesamt im Liquor nachweisbar1 2.

Referenzen


  1. Engelhardt, P. Diagnostischer Wert der Siderophagen im Liquorcytogramm. J. Neurol 208, 201–206 (1975). https://doi.org/10.1007/BF00630633 

  2. Kleine T.O. (2019) Liquor-Siderophagen. In: Gressner A.M., Arndt T. (eds) Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik. Springer Reference Medizin. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-48986-4_1950